“Computers don`t embarrass people; people do.”

Gerade rechtzeitig zur Überarbeitung des Social Media Handbuchs für die zweite Auflage ist ein neues Buch von Jeff Jarvis erschienen. Eine inspirierende Lektüre über digitale Öffentlichkeit und den Umgang mit Informationen im Internet.
Mit “Public Parts: How Sharing in the Digital Age Improves the Way We Work and Live” hat Jeff Jarvis eine zu Teilen sehr spannende Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Öffentlichkeit und Privatsphäre verfasst, die sich überraschenderweise deutlich vom vorangegangenen Buch “What Would Google Do” (WWGD) abgegrenzt. Public Parts liefert einige sehr gute Antworten auf Fragen nach Öffentlichkeit und Privatsphäre im sozialen Internet. Artikel lesen »
von Stefan Stumpp (Student Master MBU, Hochschule Anhalt)
„Die Medien sind nicht mehr ordentlich in kleine Kästchen unterteilt, die Zeitungen, Magazine und Fernsehen heißen. Die Leute stellen Verbindungen zu anderen Leuten her und ziehen daraus Kraft, insbesondere als Masse.“[1]
Mit diesem Zitat beschreiben Charlene Li und Josh Bernoff in ihrem Buch Groundswell : winning in a world transformed by social technologies aktuelle Herausforderungen, mit denen Unternehmen in Zeiten der sozialen Technologien konfrontiert sind. Die neue Interaktion ermöglicht es erstmals auch den Konsumenten, persönliche Ansichten und Einstellungen über Unternehmen zu verbreiten. Daraus resultiert eine Notwendigkeit für Organisationen, ebenfalls an den Gesprächen teilzunehmen.
POST-Methode
Charlene Li und Josh Bernoff liefern mit dem POST-Planungsprozess einen systematischen Rahmen für eine Social Media-Strategie. Das Akronym POST beschreibt die vier Planungsschritte people, objectives, strategy und technology. Artikel lesen »
„The category of consumer is now a temporary behavior
rather than a permanent identity.” (Shirky 2008)
Lange Zeit wurde angenommen, dass der rationale Käufer auf Basis vollständiger Informationen solche Entscheidungen trifft, die seinen individuellen Nutzen optimieren. Von dieser Denkweise ist das man längst abgerückt, doch auch die aktuell vorherrschenden Annahmen über das Verhalten von Konsumenten werden mit dem Einzug des Internets, wie im Folgenden gezeigt werden soll, auf die Probe gestellt. Artikel lesen »
(von Sonja Jens, Teilnehmerin des KMM-Seminars Social Media 2010)
Die Kernaussage der Theorie
Die Kernaussage und damit die Definition von Surowieckis Theorie lässt sich wie folgt zusammenfassen: Surowiecki sagt, dass die Kumulation von Informationen / Kenntnissen / Fähigkeiten Einzelner in einer Gruppe zu gemeinsamen Gruppenentscheidungen führen können, die oft besser sind als Lösungen einzelner Experten.
Des Weiteren sagt er, dass diese Theorie auf scheinbar einfache/triviale aber auch auf kompliziertere Problembeispiele anwendbar ist. Artikel lesen »
(von Matthias Drinkmann, Teilnehmer Social Media Seminar 2009/10)
Unsere Auffassung von Arbeit bestand bisher darin zu glauben, dass Menschen nicht ohne eine gerechte Bezahlung zum arbeiten motiviert werden können. Die wirtschaftswissenschaftlichen Modelle gehen nicht davon aus, dass es auch ohne einen finanziellen Anreiz zur Produktion kommen könnte. Es hat sich ein neues Modell der Produktion etabliert, das es eigentlich nicht geben dürfte, wollte man unseren Glaubenssätzen über ökonomisches Verhalten glauben. Es widerspricht der Intuition der Menschen des späten zwanzigsten Jahrhunderts, dass Tausende freiwillig zusammenkommen, um zusammen zu arbeiten. Es sollte eigentlich nicht möglich sein, dass diese Freiwilligen die größten und finanziell am besten ausgestatteten Unternehmen der Welt in ihrem Kerngeschäft schlagen können. …und dennoch passiert genau das! Artikel lesen »
(von Alexander Kain, Teilnehmer Social Media Seminar 2009/10)
„Wikinomics“ von Don Tapscott & Anthony D. Williams stellt das Ergebnis mehrerer Marktforschungsstudien dar, die aufgezeigt haben, wie Menschen in einer großen Zahl am Wirtschaftsgeschehen teilnehmen können wie nie zuvor in der Geschichte. Eine unendliche Anzahl an Individuen ist heute miteinander vernetzt und dadurch in der Lage aktiv an Innovationen, der Bildung von Wohlstand und gesellschaftlicher Entwicklung teilzunehmen, wie es sich wohl kaum jemand vorstellen konnte.
Auf dem Weg zum Erfolg müssen Unternehmen sich den neuen Bedingungen anpassen und neue Wege gehen, in Hinblick auf Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität. Vor allem geht es aber darum, eine neue Denkweise der Kollaboration zu entwickeln, die von den Autoren als „Wikinomics“ bezeichnet wird. Artikel lesen »
(von Fabian Greskamp, Teilnehmer Social Media Seminar 2009/10)
„The Tipping Point is that magic moment when an idea, trend, or social behavior crosses a threshold, tips, and spreads like wildfire. Just a single sick person can start an epidemic of the flu, so too can a small but precisely targeted push cause a fashion trend, the popularity of a new product, or a drop in the crime rate.” (Malcolm Gladwell)
Das Buch The Tipping Point – How Little Things Can Make a Big Difference – von Malcolm Gladwell beschäftigt sich mit der Frage, wie Trends entstehen und wodurch sie entstehen. Wie schafft es zum Beispiel eine Botschaft oder eine Idee das Ausmaß einer Epidemie zu erreichen? Der Autor vergleicht dabei die Verbreitung von Trends, Ideen oder sozialen Verhaltensweise mit dem Verlauf einer Virusinfektion – jahrelang sind oft gerade ein paar Menschen davon betroffen, dann aber kommt es binnen kürzester Zeit zu einer Massenansteckung. Der entscheidende Moment ist der sogenannte Tipping Point. Artikel lesen »
(von Mathias Hoberück, Teilnehmer Social Media Seminar 2009/10)
Beschreibung des Buchs
Gillin hat ein einfach verständliches Werk geschrieben, welches wie in einer Geschichte ,anhand von sehr vielen Beispielen, erklärt wie Social Media das Marketing verändert hat und verändert wird. Die betrachteten Bereiche sind der Blog und das Podcasting. Dabei stellt für den Autor der Blog die bis jetzt bedeutenste Neuerung im Kontakt zwischen Unternehmen und Kunden dar. Das Buch ist nicht hohem Maße analysierend, es hat hingegen einen sehr beschreibenden Charakter, der aber einen klaren Linie folgt und wenig Hintergrundwissen. Was dieses Buch einfach verständlich und sehr informativ macht. Artikel lesen »
… that´s one billion people with the potential to contribute in some way to any given crowdsourcing project. (Jeff Howe)
Wie hier in einen früheren Beitrag (und natürlich auch an vielen anderen Stellen) bereits beschrieben wurde, wird Crowdsourcing auf Jeff Howe zurückgeführt, der den Begriff erstmals 2006 verwendet hat.
Im Folgenden werden Howes Ansätze zur Typologisierung von Crowdsourcing-Projekten, generelle Voraussetzungen für die Verbreitung dieser Projekte sowie wichtigen Erfolgsfaktoren beschrieben Artikel lesen »
“Medien sind sozial: alle Medien, immer schon.”
(Stefan Münker)
“Emergenz digitaler Öffentlichkeiten: Die Sozialen Medien im Web 2.0” — schon der Titel, des im September 2009 erschienenen Buches von Stefan Münker klingt vielversprechend. Insbesondere die begriffliche Annäherung an das Thema Web 2.0 und Social Media machen es für die “Digitale Unternehmung” zu einem sehr wertvollen Beitrag.
Doch vorab: Sein “Essay” ist geprägt von einer postiv-optimistisch Darstellung — womit er sich im übrigen deutlich von Frank Schirrmachers aktuellen Buch Payback unterscheidet. Münker ist sich möglichen Gefahren zwar bewusst, vor allem sieht er jedoch die Chance, den Verlauf der Entwicklung des Internets aktiv zu gestalten:
“Der Prozess der Digitalisierung ist irreversibel. [...] Wir können aus dem Internet nicht aussteigen; wir könnten, selbst wenn wir es wollten, noch nicht einmal verhindern, dass sich die Vernetzung in Zukunft noch stärker ausweiten und Funktionen des Internet in noch weitere Bereiche unseres Leben eindringen werden. Allerdings, und das ist der zweite Grund, ist offen, wohin genau der fortschreitende Ausbau der digitalen Spähren führen und was genau im weiteren Verlauf der Verdichtung des Netzes noch geschehen wird. [...] Wir können aus den digitalen Netzen zwar nicht aussteigen, wir können sie aber auf vielfache Weise mitgestalten — denn nicht das Internet bestimmt seine Zukunft, sondern wir, indem wir es nutzen.” [S.13f]
Im Gegenteil zur verbreiteten Nutzung von Anglizismen in Wissenschaft und Praxis (was wohl an der führenden Stellung amerikanischer Autoren und Unternehmen liegt), kommt Münker in seiner präzisen Beschreibung aktueller Entwicklungen fast gänzlich mit dem deutschen Wortschatz aus: Artikel lesen »
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