Die digitale Unternehmung

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Prof. Dr. oec. Daniel Michelis — Hochschule Anhalt

Neue Medien und Partizipation

Vortrag in der Konrad-Adenauer-Stiftung Berlin, Seminar des Deutsch-Russischen Forums zum Thema “Neue Generationen und Neue Medien” (Auszüge)

Sehr geehrter Herr Botschafter, sehr geehrte Frau Dr. Nemiroskaja, meine sehr geehrten Damen und Herren,

nachdem wir gerade einen Vortrag zur Rolle Sozialer Medien im Umbruch der Generationen gehört haben, möchte ich den Begriff schrittweise strukturieren und dabei auf die jeweiligen Möglichkeiten der neuen Medien zur Partizipation eingehen. Artikel lesen »

POST-Planungsprozess

von Stefan Stumpp (Student Master MBU, Hochschule Anhalt)

„Die Medien sind nicht mehr ordentlich in kleine Kästchen unterteilt, die Zeitungen, Magazine und Fernsehen heißen. Die Leute stellen Verbindungen zu anderen Leuten her und ziehen daraus Kraft, insbesondere als Masse.“[1]

Mit diesem Zitat beschreiben Charlene Li und Josh Bernoff in ihrem Buch Groundswell : winning in a world transformed by social technologies aktuelle Herausforderungen, mit denen Unternehmen in Zeiten der sozialen Technologien konfrontiert sind. Die neue Interaktion ermöglicht es erstmals auch den Konsumenten, persönliche Ansichten und Einstellungen über Unternehmen zu verbreiten. Daraus resultiert eine Notwendigkeit für Organisationen, ebenfalls an den Gesprächen teilzunehmen.

POST-Methode

Charlene Li und  Josh Bernoff liefern mit dem POST-Planungsprozess einen systematischen Rahmen für eine Social Media-Strategie. Das Akronym POST beschreibt die vier Planungsschritte people, objectives, strategy und technology. Artikel lesen »

Der vernetzte Konsument

„The category of consumer is now a temporary behavior 
rather than a permanent identity.” (Shirky 2008)

Lange Zeit wurde angenommen, dass der rationale Käufer auf Basis vollständiger Informationen solche Entscheidungen trifft, die seinen individuellen Nutzen optimieren. Von dieser Denkweise ist das man längst abgerückt, doch auch die aktuell vorherrschenden Annahmen über das Verhalten von Konsumenten werden mit dem Einzug des Internets, wie im Folgenden gezeigt werden soll, auf die Probe gestellt. Artikel lesen »

Prinzipien digitaler Produkte

Zur Beschreibung von digitalen Produkten liefert die „Sprache der neuen Medien“ von Manovich wertvolle Ansatzpunkte. Manovich legt zur Definition von Medienobjekten die in Abbildung 1 dargestellten fünf Kriterien vor, die sich sehr gut zur Beschreibung digitaler Produkte verwenden lassen.

online-marketing-prinzipien

Abbildung 1: Grundlegende Prinzipien des Online-Marketings
(In Anlehnung an Lev Manovich) Artikel lesen »

Calm Advertising — kollaborative Empfehlungssyteme als Alternative zu Google?

Als ich im Mai des vorangegangenen Jahres kurz vor meiner Teilnahme am Workshop Pervasive Advertising in Nara (Japan) das erste Mal einen japanischen Supermarkt betrat, war ich von der  Flut an bewegten Werbebildern und um Aufmerksamkeit buhlenden Lautsprechern im wahrsten Sinne des Wortes überwältigt.

Auf dem Weg zur Konferenz entwickelte sich —  nach dem ersten Unbehagen, durch meinen Beitrag am Workshop an einer weiteren Durchdringung mit immer lauterer Werbung mitzuwirken — erstmals der Gedanke von Calm Advertising: In Anlehnung an das Paradigma des “Calm Computing” bieten uns neue Technologien die Chance, eine neue Form der Werbung zu entwickeln, die nicht immer lauter nach Aufmerksamkeit sondern den ehrlichen Dialog mit Konsumenten sucht beziehungsweise den Dialog unter Konsumenten fördert. Artikel lesen »

Crowdsourcing nach Jeff Howe — Typologisierung, Voraussetzungen, Erfolgsfaktoren

… that´s one billion people with the potential to contribute in some way to any given crowdsourcing project. (Jeff Howe)

Wie hier in einen früheren Beitrag (und natürlich auch an vielen anderen Stellen) bereits beschrieben wurde, wird Crowdsourcing auf Jeff Howe zurückgeführt, der den Begriff erstmals 2006 verwendet hat.

Im Folgenden werden Howes Ansätze zur Typologisierung von Crowdsourcing-Projekten, generelle Voraussetzungen für die Verbreitung dieser Projekte sowie wichtigen Erfolgsfaktoren beschrieben Artikel lesen »

Als die alten Medien neu waren

(Auszug aus: D. Michelis. User Generated Content, in: Jahrbuch für digitale Kommunikation, 2007)

Die Möglichkeit, über den freien Medienzugang eigene Inhalte zu produzieren, hat bereits vor dem Einzug des Internets [...] intensive Diskussionen über den Einfluss auf Medieninhalte angeregt. Artikel lesen »

Interaktive Wertschöpfung: Selbstselektion und Selbstorganisation wertschöpfender Aktivitäten

Fast 10 Jahre nach dem Erscheinen der Grenzenlosen Unternehmung verknüpfen Reichwald und Piller mit ihrem Buch Interaktive Wertschöpfung: Open Innovation, Individualisierung und neue Formen der Arbeitsteilung klassische betriebswirtschaftliche Perspektiven mit aktuellen Entwicklungen im Bereich der digitalen Informations- und Kommunikationstechnologie. Die Autoren beschreiben diese Entwicklungen und ordnen sie in bewährte Theorien, Modelle und Methoden ein.

Neue Formen der Zusammenarbeit über digitale Netzwerke

Die Grundlagen der interaktiven Wertschöpfung werden im zweiten Kapitel behandelt. Den Ausgangspunkt bilden die Entwicklungen der unternehmerischen Wertschöpfung in den vergangenen hundert Jahren, die von Frederick Taylors Prinzipien wissenschaftlicher Betriebsführung geprägt waren.

“Die Kommunikationsbeziehungen folgten den hierarchischen Strukturen. Es entstand eine streng formalisierte, durch feste Regeln vorgeschriebene Kommunikation über Hierarchiestufen, der sogenannte Dienstweg. Das Kommunikationsverhalten zwischen Vorgesetzten und Untergebenen war vom Rollenverständnis des Vorgesetzten als Befehlsgeber und des Untergebenen als Befehlsempfänger geprägt.” [1: 18] Artikel lesen »

User Generated Content - Entwicklung einer Typologie der Nutzeraktivität

Noch bis vor einigen Jahren war die Nutzung des Internets auf die passive Nutzung verfügbarer Inhalte beschränkt. Spätestens jedoch mit der Verbreitung  partizipativer Plattformen wie Wikipedia, Youtube oder Facebook hat sich die passive Nutzung in eine aktive Beteiligung gewandelt. Die Nutzer dieser Plattformen sind nicht nur passive Rezipienten sondern auch aktive Produzenten, die aktiv an der Inhalteproduktion teilhaben. Eine ganze Vielfalt an Internetdiensten, die in den vergangenen Jahren entstanden ist, zieht aus den von Nutzern erzeugten Inhalten selber einen großen Nutzen. Die sogenannten nutzergenerierten Inhalte, oder auch User Generated Content, haben sich längst zu einem ökonomischen Phänomen entwickelt, das nicht nur große Auswirkungen auf einzelne Geschäftsmodelle hat, sondern zu Umwandlungen von ganzen Branchen (Beispiel Medienindustrie) und Funktionsbereiche (Beispiel Marketing) führt. [1]

Die schnelle Verbreitung nutzergenerierter Inhalte und anhaltend hohe Wachstumsraten führen dazu, dass immer mehr Unternehmen Nutzungsmöglichkeiten ausloten und versuchen, die Aktivitäten ihrer Kunden für eigene Zwecke zu nutzen.

Viele Unternehmen führt dies zu Problemen. Die mit der aktiven Beteiligung der Kunden verbundene Eigendynamik scheint kaum steuerbar. Nicht zuletzt hält ein mangelndes Verständnis die Unternehmen davon ab, die neuen Potentiale auszuschöpfen und für die eigenen Ziele zu nutzen. So ist ein Großteil der Unternehmen noch ganz am Anfang wenn es darum geht, die sich bietenden Chancen zu entdecken.

Mit dem Ziel, das Phänomen nutzergenerierter Inhalte aus unternehmerischer Perspektive zu analysieren, werden in diesem Artikel wieder kehrende Aktivitätsmuster bei der Erstellung von User Generated Content untersucht. Artikel lesen »

Die grenzenlose Unternehmung — Organisieren ohne Organisation?

“We use the word ‘organization’ to mean both the state of being organized and the groups that do the organizing. We use one word for both because we haven’t been able to get organization without organizations.” (Shirky, S.28)

Dieser Artikel beschreibt die Auswirkungen digitaler Kommunikation auf die Entwicklung von Transaktionskosten und analysiert, welchen Einfluss abnehmende Transaktionskosten auf Organisationsformen und das Aufkommen zusätzlicher wirtschaftlicher Aktivitäten nimmt.

Dass der Einsatz digitaler Kommunikationstechnologien in vielen Fällen zur Abnahme von Transaktionskosten führt, wurde vielerorts bereits ausführlich behandelt. Auf die Bedeutung dieser Entwicklung wurde von Picot, Reichwald und Wigand in ihren Ausführungen zur “grenzenlosen Unternehmung” hingewiesen, die im ersten Teil dieses Artikels beschrieben werden. Während dabei zunächst die Auswirkungen für die unternehmenerische Wertschöpfung beschrieben werden, steht im zweiten Teil die durch sinkendende Transaktionskosten ermöglichte Zusammenarbeit von Konsumenten im Vordergrund, die nach Shirky (Here Comes Everybody) für das Aufkommen gänzlich neuer wirtschaftlicher Aktivitäten verantwortlich sind. Artikel lesen »

Abbildungen

Organisationsmodelle für Social Media

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Social Media sinnvoll einsetzen

post_michelis
 
Definition von Zielsetzungen

daniel_michelis_social-media-handbuch_technologien
 
Klassifizierung von Technologien

digitale-unternehmung_typologie-user-generated-content


 
User Generated Content Typologie



 
Long Tail: Entstehung von MeganischenMeganischen im Internet



 

Ökonomie der Beteiligung (Daniel Michelis)

Aufmerksamkeits- & Beteiligungsparadigma



 

online-marketing-prinzipien (Daniel Michelis)


 

Grundlegende Prinzipien des Online-Marketings


digitale-unternehmung_transaktionskosten

Move-to-the-Market Hypothese


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Social Media Handbuch

Social Media Handbuch 2. Auflage
 
Die 3. Auflage des Social Media Handbuchs erscheint im Sommer/Herbst 2014.

Master Online-Kommunikation

Studiengang Online-Kommunikation

Pervasive Advertising

http://www.springer.com/computer/hci/book/978-0-85729-351-0