Zur Beschreibung von digitalen Produkten liefert die „Sprache der neuen Medien“ von Manovich wertvolle Ansatzpunkte. Manovich legt zur Definition von Medienobjekten die in Abbildung 1 dargestellten fünf Kriterien vor, die sich sehr gut zur Beschreibung digitaler Produkte verwenden lassen.

Abbildung 1: Grundlegende Prinzipien des Online-Marketings
(In Anlehnung an Lev Manovich) Artikel lesen »
Der Begriff der Ökonomie der Aufmerksamkeit wurde in den 1990er Jahren in etwa zeitgleich von Lanham und Franck geprägt. Während sich Richard Lanham den Grundlagen der Economies of Attention bereits 1994 [1] aus amerikanischer Perspektive nähert, stellt der deutsche Architekt und Städteplaner Georg Franck die Ökonomie der Aufmerksamkeit 1998 aus einer sozio-ökonomischen Perspektive dar. [2]
Technologie der Aufmerksamkeit
Lange Zeit galt Aufmerksamkeit als die wichtigste Ressource des Informationszeitalters. Spätestens mit der digitalen Vernetzung wurde Information zur allgegenwärtigen Ressource und nicht mehr die Information an sich, sondern die individuelle Aufmerksamkeit wurde zum knappen Gut in einer “Ökonomie der Aufmerksamkeit”. Artikel lesen »
Das erste Kapitel der “Digitalen Unternehmung” beinhaltet eine allgemeine Einführung. Im zweiten Kapitel werden grundlegende Parameter des digitalen Marktes behandelt.
Geplant ist von nun an ein Kapitel pro Monat.
Das inhaltliche Verständnis von Marketing orientiert sich vielerorts an der Begriffsdefinition der American Marketing Association (AMA). Die Gegenüberstellung der AMA-Definition von 2004 und 2010 zeigt deutliche Veränderungen, die unter anderem auf die digitale Vernetzung von Anbietern und Nachfragern zurück zu führen ist:
AMA Definition von 2004
In der Definition von 2004 wurde Marketing als organisatorische Funktion beschrieben, die alle Prozesse umfasst, die für den Kunden Werte schaffen, diese kommu-nizieren und zur Verfügung stellen. Marketing umfasst darüber hinaus das Management von Kundenbeziehungen zum Wohle der Organisation und ihrer Anspruchsgruppen:
„Marketing is an organizational function and a set of processes for creating, communica-ting, and delivering value to customers and for managing customer relationships in ways that benefit the organization and its stakeholders.“
Aktuelle Definition der AMA
Der Blick auf die aktuelle Definition der AMA zeigt einige kleine, aber sehr wichtige Änderungen, wie im Folgenden zu erkennen ist:
„Marketing is the activity, set of institutions, and processes for creating, communicating, delivering, and exchanging offerings that have value for customers, clients, partners, and society at large.“ Artikel lesen »
… that´s one billion people with the potential to contribute in some way to any given crowdsourcing project. (Jeff Howe)
Wie hier in einen früheren Beitrag (und natürlich auch an vielen anderen Stellen) bereits beschrieben wurde, wird Crowdsourcing auf Jeff Howe zurückgeführt, der den Begriff erstmals 2006 verwendet hat.
Im Folgenden werden Howes Ansätze zur Typologisierung von Crowdsourcing-Projekten, generelle Voraussetzungen für die Verbreitung dieser Projekte sowie wichtigen Erfolgsfaktoren beschrieben Artikel lesen »
Die zunehmende Beteiligung von Konsumenten an Aufgaben, die von Unternehmen traditionell intern erledigt wurden, ist hier schon an anderer Stelle beschrieben worden: Konsumenten organisieren sich heute untereinander und informieren sich gegenseitig. Mehr noch — immer häufiger werden sie sogar direkt an wertschöpfenden Prozessen beteiligt.
Jeff Howe hat diese Einbindung von Konsumenten bereits 2006 als Crowdsourcing bezeichnet. Erstmals verwendet wurde der Begriff in einem WIRED-Artikel, in dem Howe beschreibt, wie Unternehmen das Internet dazu nutzen, unbekannte Personen an Aufgaben zu beteiligen, die bislang unternehmensintern durchgeführt wurden.
“The new pool of cheap labor: everyday people using their spare cycles to create content, solve problems, even do corporate R & D.” [1]
Unternehmen lagern interne Aufgaben aus und fordern Freiwillige über das Internet zur Teilnahme am Produktionsprozess auf. Die Auslagerung dieser Tätigikeiten geschieht häufig über die sozialen Medien des Web 2.0, deren kollaborative Funktionalitäten teilweise direkt für deren Aufgabenerledigung genutzt werden. Artikel lesen »
Fast 10 Jahre nach dem Erscheinen der Grenzenlosen Unternehmung verknüpfen Reichwald und Piller mit ihrem Buch Interaktive Wertschöpfung: Open Innovation, Individualisierung und neue Formen der Arbeitsteilung klassische betriebswirtschaftliche Perspektiven mit aktuellen Entwicklungen im Bereich der digitalen Informations- und Kommunikationstechnologie. Die Autoren beschreiben diese Entwicklungen und ordnen sie in bewährte Theorien, Modelle und Methoden ein.
Neue Formen der Zusammenarbeit über digitale Netzwerke
Die Grundlagen der interaktiven Wertschöpfung werden im zweiten Kapitel behandelt. Den Ausgangspunkt bilden die Entwicklungen der unternehmerischen Wertschöpfung in den vergangenen hundert Jahren, die von Frederick Taylors Prinzipien wissenschaftlicher Betriebsführung geprägt waren.
“Die Kommunikationsbeziehungen folgten den hierarchischen Strukturen. Es entstand eine streng formalisierte, durch feste Regeln vorgeschriebene Kommunikation über Hierarchiestufen, der sogenannte Dienstweg. Das Kommunikationsverhalten zwischen Vorgesetzten und Untergebenen war vom Rollenverständnis des Vorgesetzten als Befehlsgeber und des Untergebenen als Befehlsempfänger geprägt.” [1: 18] Artikel lesen »
Noch bis vor einigen Jahren war die Nutzung des Internets auf die passive Nutzung verfügbarer Inhalte beschränkt. Spätestens jedoch mit der Verbreitung partizipativer Plattformen wie Wikipedia, Youtube oder Facebook hat sich die passive Nutzung in eine aktive Beteiligung gewandelt. Die Nutzer dieser Plattformen sind nicht nur passive Rezipienten sondern auch aktive Produzenten, die aktiv an der Inhalteproduktion teilhaben. Eine ganze Vielfalt an Internetdiensten, die in den vergangenen Jahren entstanden ist, zieht aus den von Nutzern erzeugten Inhalten selber einen großen Nutzen. Die sogenannten nutzergenerierten Inhalte, oder auch User Generated Content, haben sich längst zu einem ökonomischen Phänomen entwickelt, das nicht nur große Auswirkungen auf einzelne Geschäftsmodelle hat, sondern zu Umwandlungen von ganzen Branchen (Beispiel Medienindustrie) und Funktionsbereiche (Beispiel Marketing) führt. [1]
Die schnelle Verbreitung nutzergenerierter Inhalte und anhaltend hohe Wachstumsraten führen dazu, dass immer mehr Unternehmen Nutzungsmöglichkeiten ausloten und versuchen, die Aktivitäten ihrer Kunden für eigene Zwecke zu nutzen.
Viele Unternehmen führt dies zu Problemen. Die mit der aktiven Beteiligung der Kunden verbundene Eigendynamik scheint kaum steuerbar. Nicht zuletzt hält ein mangelndes Verständnis die Unternehmen davon ab, die neuen Potentiale auszuschöpfen und für die eigenen Ziele zu nutzen. So ist ein Großteil der Unternehmen noch ganz am Anfang wenn es darum geht, die sich bietenden Chancen zu entdecken.
Mit dem Ziel, das Phänomen nutzergenerierter Inhalte aus unternehmerischer Perspektive zu analysieren, werden in diesem Artikel wieder kehrende Aktivitätsmuster bei der Erstellung von User Generated Content untersucht. Artikel lesen »
“We use the word ‘organization’ to mean both the state of being organized and the groups that do the organizing. We use one word for both because we haven’t been able to get organization without organizations.” (Shirky, S.28)
Dieser Artikel beschreibt die Auswirkungen digitaler Kommunikation auf die Entwicklung von Transaktionskosten und analysiert, welchen Einfluss abnehmende Transaktionskosten auf Organisationsformen und das Aufkommen zusätzlicher wirtschaftlicher Aktivitäten nimmt.
Dass der Einsatz digitaler Kommunikationstechnologien in vielen Fällen zur Abnahme von Transaktionskosten führt, wurde vielerorts bereits ausführlich behandelt. Auf die Bedeutung dieser Entwicklung wurde von Picot, Reichwald und Wigand in ihren Ausführungen zur “grenzenlosen Unternehmung” hingewiesen, die im ersten Teil dieses Artikels beschrieben werden. Während dabei zunächst die Auswirkungen für die unternehmenerische Wertschöpfung beschrieben werden, steht im zweiten Teil die durch sinkendende Transaktionskosten ermöglichte Zusammenarbeit von Konsumenten im Vordergrund, die nach Shirky (Here Comes Everybody) für das Aufkommen gänzlich neuer wirtschaftlicher Aktivitäten verantwortlich sind. Artikel lesen »
Aktuelle Kommentare