Die digitale Unternehmung

Icon

Prof. Dr. oec. Daniel Michelis — Hochschule Anhalt

Crowdsourcing — 9 Einsatzbereiche für “arbeitende Konsumenten”

Die zunehmende Beteiligung von Konsumenten an Aufgaben, die von Unternehmen traditionell intern erledigt wurden, ist hier schon an anderer Stelle beschrieben worden: Konsumenten organisieren sich heute untereinander und informieren sich gegenseitig. Mehr noch — immer häufiger werden sie sogar direkt an wertschöpfenden Prozessen beteiligt.

Jeff Howe hat diese Einbindung von Konsumenten bereits 2006 als Crowdsourcing bezeichnet. Erstmals verwendet wurde der Begriff in einem WIRED-Artikel, in dem Howe beschreibt, wie Unternehmen das Internet dazu nutzen, unbekannte Personen an Aufgaben zu beteiligen, die bislang unternehmensintern durchgeführt wurden.

“The new pool of cheap labor: everyday people using their spare cycles to create content, solve problems, even do corporate R & D.” [1]

Unternehmen lagern interne Aufgaben aus und fordern Freiwillige über das Internet zur Teilnahme am Produktionsprozess auf. Die Auslagerung dieser Tätigikeiten geschieht häufig über die sozialen Medien des Web 2.0, deren kollaborative Funktionalitäten teilweise direkt für deren Aufgabenerledigung genutzt werden. Artikel lesen »

Interaktive Wertschöpfung: Selbstselektion und Selbstorganisation wertschöpfender Aktivitäten

Fast 10 Jahre nach dem Erscheinen der Grenzenlosen Unternehmung verknüpfen Reichwald und Piller mit ihrem Buch Interaktive Wertschöpfung: Open Innovation, Individualisierung und neue Formen der Arbeitsteilung klassische betriebswirtschaftliche Perspektiven mit aktuellen Entwicklungen im Bereich der digitalen Informations- und Kommunikationstechnologie. Die Autoren beschreiben diese Entwicklungen und ordnen sie in bewährte Theorien, Modelle und Methoden ein.

Neue Formen der Zusammenarbeit über digitale Netzwerke

Die Grundlagen der interaktiven Wertschöpfung werden im zweiten Kapitel behandelt. Den Ausgangspunkt bilden die Entwicklungen der unternehmerischen Wertschöpfung in den vergangenen hundert Jahren, die von Frederick Taylors Prinzipien wissenschaftlicher Betriebsführung geprägt waren.

“Die Kommunikationsbeziehungen folgten den hierarchischen Strukturen. Es entstand eine streng formalisierte, durch feste Regeln vorgeschriebene Kommunikation über Hierarchiestufen, der sogenannte Dienstweg. Das Kommunikationsverhalten zwischen Vorgesetzten und Untergebenen war vom Rollenverständnis des Vorgesetzten als Befehlsgeber und des Untergebenen als Befehlsempfänger geprägt.” [1: 18] Artikel lesen »

User Generated Content - Entwicklung einer Typologie der Nutzeraktivität

Noch bis vor einigen Jahren war die Nutzung des Internets auf die passive Nutzung verfügbarer Inhalte beschränkt. Spätestens jedoch mit der Verbreitung  partizipativer Plattformen wie Wikipedia, Youtube oder Facebook hat sich die passive Nutzung in eine aktive Beteiligung gewandelt. Die Nutzer dieser Plattformen sind nicht nur passive Rezipienten sondern auch aktive Produzenten, die aktiv an der Inhalteproduktion teilhaben. Eine ganze Vielfalt an Internetdiensten, die in den vergangenen Jahren entstanden ist, zieht aus den von Nutzern erzeugten Inhalten selber einen großen Nutzen. Die sogenannten nutzergenerierten Inhalte, oder auch User Generated Content, haben sich längst zu einem ökonomischen Phänomen entwickelt, das nicht nur große Auswirkungen auf einzelne Geschäftsmodelle hat, sondern zu Umwandlungen von ganzen Branchen (Beispiel Medienindustrie) und Funktionsbereiche (Beispiel Marketing) führt. [1]

Die schnelle Verbreitung nutzergenerierter Inhalte und anhaltend hohe Wachstumsraten führen dazu, dass immer mehr Unternehmen Nutzungsmöglichkeiten ausloten und versuchen, die Aktivitäten ihrer Kunden für eigene Zwecke zu nutzen.

Viele Unternehmen führt dies zu Problemen. Die mit der aktiven Beteiligung der Kunden verbundene Eigendynamik scheint kaum steuerbar. Nicht zuletzt hält ein mangelndes Verständnis die Unternehmen davon ab, die neuen Potentiale auszuschöpfen und für die eigenen Ziele zu nutzen. So ist ein Großteil der Unternehmen noch ganz am Anfang wenn es darum geht, die sich bietenden Chancen zu entdecken.

Mit dem Ziel, das Phänomen nutzergenerierter Inhalte aus unternehmerischer Perspektive zu analysieren, werden in diesem Artikel wieder kehrende Aktivitätsmuster bei der Erstellung von User Generated Content untersucht. Artikel lesen »

Die grenzenlose Unternehmung — Organisieren ohne Organisation?

“We use the word ‘organization’ to mean both the state of being organized and the groups that do the organizing. We use one word for both because we haven’t been able to get organization without organizations.” (Shirky, S.28)

Dieser Artikel beschreibt die Auswirkungen digitaler Kommunikation auf die Entwicklung von Transaktionskosten und analysiert, welchen Einfluss abnehmende Transaktionskosten auf Organisationsformen und das Aufkommen zusätzlicher wirtschaftlicher Aktivitäten nimmt.

Dass der Einsatz digitaler Kommunikationstechnologien in vielen Fällen zur Abnahme von Transaktionskosten führt, wurde vielerorts bereits ausführlich behandelt. Auf die Bedeutung dieser Entwicklung wurde von Picot, Reichwald und Wigand in ihren Ausführungen zur “grenzenlosen Unternehmung” hingewiesen, die im ersten Teil dieses Artikels beschrieben werden. Während dabei zunächst die Auswirkungen für die unternehmenerische Wertschöpfung beschrieben werden, steht im zweiten Teil die durch sinkendende Transaktionskosten ermöglichte Zusammenarbeit von Konsumenten im Vordergrund, die nach Shirky (Here Comes Everybody) für das Aufkommen gänzlich neuer wirtschaftlicher Aktivitäten verantwortlich sind. Artikel lesen »

Was würde Google tun? — Von erfolgreichen Strategien profitieren

(von Lutz Schirrmeister, Teilnehmer Social Media Seminar 2009/10)

Jeff Jarvis, eine der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten der Medienwelt, Professor für interaktiven Journalismus und Betreiber des erfolgreichen Medienblogs Buzzmachine.com stellt in seinem 2008 erschienenden Buch “What Would Google Do?” die folgende zentrale Frage:

„It seems as if no company, executive, or institution truly understands how to survive and prosper in the internet age. Except Google. So, faced with this most any challenge today, it makes sense to ask: WWGD? What would Google do? In management, commerce, news media, manufacturing, marketing, service industries, investment, politics, government, and even education and religion, answering that question is a key to navigating a world that has changed radically and forever.“

Der Wechsel von alt zu neu und der Erfolg eines Unternehmens

Es gab immer wieder technische Entwicklungen die das Leben der Menschen in einem außergewöhnlichem Maße veränderten, sei es die Erfindung des Buchdrucks, der Dampfmaschine, des Autos, des Radios oder des Fernsehens. Aber keine dieser Erfindungen hat das Zusammenleben der Menschen in den letzten 300 Jahren in nur so kurzer Zeit in einem solchen Maße verändert wie es das Internet tat. Artikel lesen »

The Future of Ideas — The Fate of the Commons in a connected World

(von Stefanie Funke, Teilnehmerin Social Media Seminar 2009/10)

The Future of Ideas

“So freedom? Here`s the freedom: You`re totally free to make a movie in an empty room, with your two friends.” (Laurence Lessig)

Mit “The Future of Ideas” schreibt Laurence Lessig kein Buch über Filme, aber das Zitat zu Beginn verdeutlicht seine Intention, die im gesamten Werk zur Geltung kommt: Alles, was man in irgendeiner Weise benutzen will, um damit beispielsweise kreativ tätig zu werden, unterliegt dem Urheberrecht!

Das gegenwärtige Urheberrecht verhindert die Innovationen, die das Internet in seiner ursprünglichen Form geschaffen hat, so die These Lessigs. Diese veränderten Rahmenbedingungen bestimmen mehr und mehr die Entwicklung, behindern kreatives Arbeiten und fördern schlussendlich nur die Gewinnmargen der Wirtschaftsunternehmen. Wir stehen heute an einem Punkt, an dem wir entscheiden müssen: Sind wir im digitalen Zeitalter eine freie Gesellschaft? Artikel lesen »

Abbildungen

Organisationsmodelle für Social Media

michelis_modell-social-media-aktivitaet.gif


 
Social Media sinnvoll einsetzen

post_michelis
 
Definition von Zielsetzungen

daniel_michelis_social-media-handbuch_technologien
 
Klassifizierung von Technologien

digitale-unternehmung_typologie-user-generated-content


 
User Generated Content Typologie



 
Long Tail: Entstehung von MeganischenMeganischen im Internet



 

Ökonomie der Beteiligung (Daniel Michelis)

Aufmerksamkeits- & Beteiligungsparadigma



 

online-marketing-prinzipien (Daniel Michelis)


 

Grundlegende Prinzipien des Online-Marketings


digitale-unternehmung_transaktionskosten

Move-to-the-Market Hypothese


Lehrbuch: Der vernetzte Konsument

Der vernetzte Konsument
 
Mein neues Lehrbuch "Der vernetzte Konsument" erscheint im Oktober 2014.

Social Media Handbuch

Social Media Handbuch 2. Auflage
 
Die 3. Auflage des Social Media Handbuchs erscheint im Sommer/Herbst 2014.

Master Online-Kommunikation

Studiengang Online-Kommunikation

Pervasive Advertising

http://www.springer.com/computer/hci/book/978-0-85729-351-0