Nov 22, 2009
UNICEF: Crowdsourcing via Facebook und Jovoto
Zum 20 jährigen Jubiläum der Kinderrechtskonvention konnten wir die UNICEF mit einer studentischen Projektarbeit dabei unterstützen, Kreative über das Internet aufzurufen, sich an der Entwicklung von Kampagnenideen zu beteiligen. Im Kern dieser sogenannten Crowdsourcing-Kampagne, stand ein Ideenwettbewerb, der auf der Kreativ-Plattform jovoto durchgeführt und über eine Wettbewerbsseite in facebook bekanntgemacht wurde.
Das Konzept zum Ideenwettbewerb wurde von Studierenden der Vorlesung Issue Coverage* an der Universität St. Gallen entwickelt. Im Rahmen der Lehrveranstaltung hatten die Studierenden die Aufgabe, Chancen und Risiken digitaler Kommunikationstechnologien anhand der UNICEF Schweiz zu analysieren und ein maßgeschneidertes Kommunikationskonzept entwickeln.
Die von den Studierenden entwickelte Aufgabenstellung war die “Visualisierung einer Kampagnenidee, die die Öffentlichkeit bewegt und die Kinderrechte auf die Agenda der Menschen bringt. Gefragt waren aussergewöhnliche, zeitgemäße Ideen, die ohne Klischees auskommen und trotzdem Wellen schlagen.”
Zwischen dem 27. August und dem 24. Oktober 2009 wurden 192 Wettbewerbsbeiträge eingereicht. Die Bandbreite der Beiträge reichte dabei von Fernsehspots, Spiel- und Sammelkampagnen über Comic-Strips und Lehrmitteln bis hin zu klassischen Plakaten.
Abbildung: Facebook-Wettbewerbsseite
Nachdem die Gewinner der Jovoto-Community bereits seit einigen Wochen feststehen, wurden am 20. November die Gewinner des UNICEF Anerkennungspreises bekannt gegeben: Thomas Seifert und Dirk Weyhoven.
“Seifert hat die Jury mit seiner graphisch raffinierten Idee überzeugt. Auf den Plakaten zeigt er die Schattenrisse von Kindern, die auf den ersten Blick idyllisch wirken: ein Kind auf einer Schaukel, ein Mädchen an der Hand seines Vaters, ein Kind vor einer Früchteschale. Erst beim genaueren Hinschauen entpuppt sich die Schaukel als Galgen, das Absatzschuhe tragende Kind an der Hand des Mannes entlarvt ihn als Freier und eine Ananas, nach der das Kind greift, stellt sich als getarnte Granate heraus. So weist Seifert auf Kinderrechtsverletzungen wie vollstreckte Todesurteile gegen Kinder oder Kinderprostitution hin und schärft mit dem Claim «Unrecht bekämpfen. Kinderrechte stärken» das Bewusstsein für die Rechte des Kindes.” (Quelle: Pressemeldung)
Abbildung: Wettbewerbsbeitrag von Thomas Seifert
“Weyhofen setzt in seiner Kampagnenidee auf ein bekanntes Textmuster. Die typographische Gestaltung des Textes auf den Plakaten ist sogleich als Wörterbucheintrag erkennbar. Warum jedoch stehen Wörter wie «Familie» oder «Gesundheit» auf einem Plakat? Und was ist an diesen Wörtern erklärungsbedürftig? Das vermeintlich Bekannte wirft Fragen auf und animiert den Passanten so zum genaueren Betrachten des Textes: Hinter jedem der Substantive verbirgt sich ein Kinderrecht. Mit dem Claim «Kinderrechte dürfen kein Fremdwort sein» schlägt Weyhofen die Brücke zum Diktionär und appelliert an den Wissenstand und die Verantwortung des Betrachters.” (Quelle: Pressemeldung)
Abbildung: Wettbewerbsbeitrag von Dirk Weyhoven
Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit mit UNICEF Schweiz haben Studierende meiner MBU-Vorlesung an der Hochschule Anhalt im November 2009 eine Projektarbeit für UNICEF Deutschland begonnen. Die Ergebnisse werden im Februar 2010 hier veröffentlicht.
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* Die Vorlesung Issue Coverage wurde von Prof. Schildhauer und mir im Frühjahr 2009 im Master-Programm in Informations-, Medien- und Technologiemanagement (IMT) an der Universität St. Gallen angeboten.










Bei der im November 2009 angefangenen Projektarbeit für UNICEF wollen wir so viele Internet-User wie möglich einbeziehen. Helft uns durch eure Ideen, Ratschläge etc. und schaut dafür mal auf http://unic09.wordpress.com vorbei! Danke!
Die 4 Studenten von unic09
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